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Sofia Jannok verbindet samische Klänge mit moderner Musik

Hamburg, 13.08.2013  Sie ist Sängerin, Musikerin, Gesellschaftskritikerin und ganz nebenbei auch noch Samin. Die Rede ist von der 30-jährigen Schwedin Sofia Jannok, die im Mai 2013 ihr drittes Album „Àphi – Wide as Oceans“ veröffentlicht hat und in den vergangenen Jahren bereits hundertfach international aufgetreten ist. Mit ihrem neuen Album setzt Sofia Jannok auf dynamische und atmosphärische Indie-Pop-Klänge sowie Texte, die sich um den Kampf der Sami für mehr Akzeptanz und gleiche Rechte drehen. Zugegebenermaßen wird es vergleichsweise wenige Menschen geben, die diese in samischer Sprache gesungenen Texte verstehen, aber das tut weder der Musik noch Sofias Botschaft einen Abbruch. Denn wer sich ihre Songs z. B. über Spotify anhört, wird merken, dass die Musik selbst bei Sofia im Vordergrund steht. Gleichzeitig betrachtet sie es aber als positiven Nebeneffekt, dass ihre Lieder bei anderen Menschen auch eine gewisse Neugier auf die samische Kultur wecken. Und da die Künstlerin, die schon in Gällivare, Göteborg, Kiruna, Piteå, Luleå, Stockholm und Malaga in Spanien gelebt hat, sich in diesem Jahr nicht zuletzt aufgrund des großen kreativen Umfelds der Stadt in Umeå niedergelassen hat, betrachtet sie die Europäische Kulturhauptstadt Umeå 2014 als große Chance für alle Künstler, ihre jeweilige Botschaft nachhaltig zu vermitteln und ein Bild der hiesigen Kultur in die Welt zu tragen. Den Auftakt dazu macht der bereits laufende Wettbewerb „Artists caught by [Umeå]“ (www.caughtbyumea.com), der im Rahmen einer Europatournee vom 24. bis 26. Oktober 2013 am Gerhart-Hauptmann-Platz in Hamburg Station machen wird. Welche Kunstwerke dort zu sehen sein werden, können sich Interessierte schon heute online ansehen. Und natürlich können sie dort auch noch bis zum 10. Oktober ihre Stimme für den jeweiligen Favoriten abgeben.

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