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Svenska Institutet untersucht Schwedenbild nach den Stieg Larsson Krimis

Hamburg, 07.08.2012  Millionenfach sind die Kriminalromane des schwedischen Journalisten und Autors Stieg Larsson in den vergangenen Jahren weltweit über die Ladentheken gewandert. Mindestens ebenso viele Menschen haben die Verfilmungen der Romantrilogie in den Kinos oder auf heimischen Fernsehgeräten verfolgt. Ein düsteres Bild, geprägt von Korruption, Frauenhass und Rechtsextremismus kollidiert hier mit dem klassischen rot-weißen Schwedenidyll aus Astrid Lindgren-Büchern und Inga Lindström-Filmen. Ein abschreckendes Bild? Um diese Frage zu klären, hat das Schwedische Institut (Svenska Institutet) eine Medienanalyse in Auftrag gegeben, die mehr als 100.000 mediale Beiträge zu den Büchern untersucht hat. Das Ergebnis überrascht positiv: Das Schwedenimage habe sich nach Angaben des Instituts im Ausland nicht negativ verändert, es sei lediglich facettenreicher geworden. Zudem habe die Millennium-Trilogie insgesamt das Interesse an Schweden und insbesondere Stockholm gesteigert. Die geführten „Millennium“-Touren, die in der Hauptstadt angeboten werden, erfreuen sich bei Touristen großer Beliebtheit und stellen für den ein oder anderen Reisenden einen neuen Anreiz für den Besuch von Stockholm dar. Ebenfalls profitiert hat die schwedische Filmindustrie, die sich verstärkter Nachfragen in Bezug auf lokale Drehorte erfreuen kann. Kurz: Stieg Larsson hat den Lesern mit seinen Romanen den Blick auf ein  vielfältigeres, nuanciertes Schwedenbild geöffnet, das neues Interesse weckt.

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