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Sensationeller Wrack-Fund vor der Küste Ölands

Hamburg, 29.11.2011  Mehr als 300 Jahre schlummerte es ungestört in etwa 70 Meter Tiefe südöstlich der Insel Öland in der Ostsee: das Wrack eines mächtigen Kriegsschiffes aus dem 17. Jahrhundert, fast 50 Meter lang und mit zahlreichen Kanonen bestückt. Seit es vor wenigen Monaten von schwedischen Tauchern entdeckt wurde, ist es jedoch vorbei mit der Ruhe. Denn nun sind die Forscher überzeugt, dass es sich bei dem Wrack um eines der größten Kriegsschiffe seiner Zeit handelt, nach dem schon seit längerem gesucht wurde: der „Svärdet“. Ganze 86 Kanonen soll die „Svärdet“ an Bord gehabt haben, als sie am 1. Juni 1676 in einer der schlimmsten Seeschlachten der schwedischen Geschichte versenkt wurde. Noch steht nicht hundertprozentig fest, ob es sich wirklich um die „Svärdet“ handelt, aber nach Meinung der Forscher sprechen derzeit viele Indizien dafür, beispielsweise die Anzahl der Kanonen, die Fundstelle, eine Holzanalyse und der Beschädigungsgrad des Schiffes. Den Beweis für die Identität des Schlachtschiffes wird es wohl erst in ein paar Jahren geben, aber die Voraussetzungen sind günstig. Wie schon im Fall des berühmten Kriegsschiffes Vasa ist das Wrack trotz der langen Zeit noch sehr gut erhalten. Denn aufgrund des niedrigen Salzgehaltes der Ostsee kommt der Schiffswurm, der üblicherweise Schiffswracks nach und nach zerfrisst, hier nicht vor.

Weitere Informationen: http://sverigesradio.se/sida/artikel.aspx?programid=2108&artikel=4807203 und http://www.spiegel.de/video/video-1161840.html.

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