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Starregisseur Lasse Hallström im Portrait

Lars Sven „Lasse“ Hallström ist einer der bekanntesten Schweden in Hollywood: Der Regisseur drehte Erfolgsfilme wie „Gottes Werk und Teufels Beitrag“ und „Chocolat“ und kehrt nun mit „Der Hypnotiseur“ in sein Heimatland zurück. Der düstere Schweden-Thriller nach dem gleichnamigen Erfolgsroman von Lars Kepler kommt am 21. Februar in die deutschen Kinos. Wir stellen den erfolgreichen Regisseur und seine Filme vor.

Die Freude am Filmemachen hat Lasse Hallström (*1946 in Stockholm) wohl schon von seinem Vater, einem begeisterten Amateurfilmer, in die Wiege gelegt bekommen. Bereits in der Oberstufe drehte Lasse Hallström seinen ersten Dokumentarfilm, der so gut war, dass er im schwedischen Fernsehen ausgestrahlt wurde. Auch drehte er später fast alle Videoclips für die schwedische Erfolgsband ABBA und führte Regie bei „ABBA: Der Film“, der 1977 den ersten internationalen Erfolg des schwedischen Regisseurs darstellte.

Mit „Mein Leben als Hund“, einem einfühlsamen Film über das Leben eines kleinen Jungen, erhielt Hallström 1985 wieder international Aufmerksamkeit: Der Film erhielt OSCAR-Nominierungen im Bereich „Bester Regisseur“ und „Bestes Drehbuch“. Spätestens nach diesem Erfolg war Lasse Hallström auch international ein angesehener Regisseur.

In Schweden führte er in den Achtzigern Regie bei „Die Kinder aus Bullerbü“ und „Neues von uns Kindern aus Bullerbü“, bis er schließlich 1991 seinen ersten Hollywoodfilm drehte: „Ein charmantes Ekel“  mit Richard Dreyfuss und Holly Hunter. Es folgte die Tragikomödie „Gilbert Grape – Irgendwo in Iowa“ (1993) mit Johnny Depp und dem jungen Leonardo di Caprio, der für seine Rolle als geistig behinderter Junge eine OSCAR-Nominierung erhielt.

Auch für „Gottes Werk und Teufels Beitrag“ (1999), die viel gelobte Literaturverfilmung des Romans von John Irving – mit Tobey Maguire, Michael Caine und Charlize Theron in den Hauptrollen – erhielt Lasse Hallström eine OSCAR-Nominierung für die „Beste Regie“ und fand große Anerkennung für sein Werk: „Hervorragend inszeniert und gespielt, brillant fotografiert, findet das Lexikon des internationalen Films. Sein hervorragendes Regietalent stellte Lasse Hallström auch in seinem nächsten Film, „Chocolat – Ein kleiner Biss genügt“ (2000), unter Beweis. Die romantische Komödie mit Juliette Binoche, Johnny Depp, Judi Dench und Lena Olin, erhielt einige OSCAR- und Golden-Globe-Nominierungen und stieß bei Publikum sowie Kritikern auf positive Reaktionen.

Es folgten weitere Filme mit Starbesetzungen in Hollywood, etwa „Schiffsmeldungen“ (2001) mit Julianne Moore und Kevin Spacey, „Casanova“ (2005) mit Heath Ledger, „Hachiko – Eine wunderbare Freundschaft“ (2009) mit Richard Gere sowie „Das Leuchten der Stille“ (2010) mit Channing Tatum und
Amanda Seyfried. Zuletzt erfreute Lasse Hallström mit der britischen bizarren Komödie „Lachsfischen im Jemen“ (2011) ein großes Publikum und konnte unter Beweis stellen, dass er auch außerhalb Hollywoods erfolgreiche Filme drehen kann. Bei den Golden Globes wurde der Film in drei Kategorien nominiert, u.a. als bester Film.

Dass Lasse Hallström sich gern neuen Herausforderungen stellt, ist auch bei „Der Hypnotiseur“ zu erkennen, den er in Schweden gedreht hat. Der Regisseur, der vor allem für seine sensiblen, gefühlvollen (Liebes-)Filme bekannt ist, wagt sich an einen Thriller-Plot – und zeigt, dass er auch dieses dunkle Thema hervorragend beherrscht.

Er lebt abwechselnd in den USA und Schweden und ist in zweiter Ehe mit der schwedischen Schauspielerin Lena Olin verheiratet, mit der er in mehreren Produktionen zusammengearbeitet hat. Auch in „Der Hypnotiseur“ übernimmt  sie eine wichtige Rolle neben Mikael Persbrandt und Tobias Zilliacus. Der Schweden-Thriller von Lasse Hallström läuft ab dem 21. Februar im Kino!

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